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UBA Nexus Ressourceneffizienz und LandnutzungUBA Nexus Ressourceneffizienz

Nexus Ressourceneffizienz und Landnutzung - Ansätze zur mehrdimensionalen umweltpolitischen Bewertung der Ressourceneffizienz

Das vom Umwelbundesamt bis Sommer 2017 finanzierte Projekt entwickelt methodische Ansätze, um die multifunktionale Nutzung von Land als Ressource zu beschreiben und zu bewerten und testet diese an konkreten Beispielen aus der Land- und Forstwirtschaft. Natürliche Ressourcen und Ökosystemleistungen sind unsere Lebensgrundlagen. Ihre Verfügbarkeit ist die Voraussetzung des gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Wohlergehens aller Menschen. Nach aktuellen Zahlen der UN ist damit zu rechnen, dass die Weltbevölkerung bereits im Jahr 2050 die 10-Milliarden-Grenze übersteigen wird. Zudem wird sich der Bevölkerungsanteil, der sich am Konsummuster der gesellschaftlichen Mittelklasse in Industrieländern orientiert, verdreifachen. Beide Trends verschärfen die konkurrierende Nutzung natürlicher Ressourcen. Partner sind das Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) und die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR).

Das Projekt gliedert sich in drei Phasen:

1. Welche Ansätze zur Bewertung von Effizienz mit Landnutzungsbezug existieren?

Zunächst werden Ansätze zur Effizienzbewertung der Biomassebereitstellung und Landnutzung sowie bestehende Konzepte zur Bewertung von Ökosystemleistungen erfasst und analysiert. Ziel ist es, diese Ansätze danach zu beurteilen, ob sie geeignet sind, Ressourceneffizienz und Landnutzung mehrdimensional und nach umweltpolitischen Kriterien zu erfassen.

2. Wie könnte ein umfassender mehrdimensionaler Ansatz zur Bewertung von Ressourceneffizienz bei der Biomassebereitstellung aussehen?

Basierend auf dem erarbeiteten Wissen entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im dann einen methodischen Ansatz zur Bewertung der Ressourceneffizienz der Biomassebereitstellung aus der Agrar- und Forstwirtschaft. Im Rahmen eines Workshops diskutieren sie ihn mit Expertinnen und Experten aus der Praxis.

3. Wie kann dieser Ansatz in der Praxis umgesetzt werden?

Mit Hilfe modellhafter Szenarien und anhand von (gartenbau-) land- und forstwirtschaftlichen Produktionssystemen wird die Anwendbarkeit des Bewertungsansatzes in der Praxis geprüft. Die modellhaften Produktionssysteme spiegeln Betriebsbedingungen in realen Landnutzungskonzepten wider. Sie lehnen sich an tatsächlichen Betriebsstrukturen an und können bei Bedarf für weitere Analysen angepasst werden.

 

Ansprechpartner am Öko-Institut:

Dr. Hannes Böttcher

Senior Researcher im Institutsbereich

Energie & Klimaschutz
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Berlin
Telefon: +49 030 405085- 389

E-Mail: h.boettcher@oeko.de